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Diskussion & Workshop zur Missachtung von Frauen in Medizin und Gesundheitspolitik
Herzinfarkte von Frauen werden später diagnostiziert und enden häufiger tödlich als bei Männern. Mädchen werden deutlich seltener mit AD(H)S diagnostiziert als Jungen. Die durchschnittliche Dauer bis zu einer Endometriose-Diagnose beträgt 7,5 Jahre.
All dies ist Ausdruck eines strukturellen Problems: Es fehlt an Wissen in der Medizin, Politik und Gesellschaft dazu, wie Krankheiten Frauen häufiger oder anders betreffen als Männer.
Viele kennen inzwischen das Beispiel mit den unterschiedlichen Symptomen vom Herzinfarkt bei Frauen, doch das Thema geht tiefer. Viele Krankheiten haben eine geschlechtsspezifische Dimension, die bisher jedoch kaum erforscht ist. Hinzu kommt, dass Mediziner*innen die Beschwerden von Frauen oft als psychosomatisch abtun und ihnen nicht zutrauen, Schmerzen realistisch einzuschätzen. Doch auch im beruflichen oder schulischen Kontext sehen sich Frauen und Mädchen mit der Herabwürdigung ihrer gesundheitlichen Probleme konfrontiert und kämpfen darum, (häufig von Männern) ernst genommen zu werden.
Gemeinsam mit euch wollen wir über die Gesundheit von Frauen informieren, diskutieren und nach Wegen suchen, wie man sich für die gesundheitlichen Interessen aller Menschen stark machen kann, im Alltag und der Politik.
- Förderungsart
- Politische Bildung (HH) Förderung Kurse 2026 (Landeszentrale für politische Bildung)
- Unterrichtsart
- Präsenzunterricht
