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E-Learning: Weit über die Grenzen der erzählten Welt hinaus – Metafiktion im Roman (Vortragsreihe)

Zentrum für Weiterbildung, Universität Hamburg, Schlüterstraße 51, 20146 Hamburg

Inhalt

Ziele / Inhalte / Arbeitsweisen

In dieser kolloquialen Vortragsreihe beschäftigen wir uns mit völlig unterschiedlichen Romanen – die allerdings eines gemeinsam haben: sie erzählen nicht nur eine Geschichte, sondern machen darüber hinaus den Vorgang des Erzählens selbst zum Thema – und auch das tun sie auf höchst unterschiedliche Weise. Wir schauen, wie sie beides miteinander verbinden.

Jenseits der erzählten Welt – Intertextualität: Melanie Summers How to Write a Novel und Jane Austens Northanger Abbey:

In How to write a Novel wird der Roman quasi vor den Augen der Leser geschrieben – orientiert am Ratgeber „How to write a novel in 30 days“, verfasst die junge Aris ihre Lebensgeschichte: Erzählung und Erzählen fallen zusammen.

Auch der rund 200 Jahre zuvor entstandene Text Northanger Abbey von Jane Austen orientiert sich an anderen: der Gothic Novel. Wie durch die Brille dieser Gruselgeschichten betrachtet die Hauptfigur ihre Welt – und entwickelt dadurch ihre ganz eigene Interpretation dessen, was sie beobachtet.

Geschichte und Geschichten – der metahistorische Roman: A.S. Byatts Possession: A Romance und Peter Ackroyds Chatterton:

Recherche in literarischer Form – so kann man beide Romane kurz beschreiben:

1770 stirbt der Dichter Thomas Chatterton in London von eigener Hand, noch keine achtzehn Jahre alt. Zwei Jahrhunderte später macht ein junger Schriftsteller in der Jetztzeitebene eine Entdeckung, die ihn an der Literaturgeschichte, wie wir sie kennen, zweifeln lässt. Hat Chatterton den Selbstmord möglicherweise nur vorgetäuscht, um in Ruhe weiterschreiben zu können?

In Byatts Roman Possession forschen zwei Literaturwissenschaftler über Autoren des viktorianischen Zeitalters: – während Roland über Randolph Henry Ash forscht, setzt sich unabhängig von ihm Maude mit der weitaus weniger bekannten Christabel LaMotte auseinander. Im Laufe der Recherche zeichnet sich immer stärker ab, dass die beiden Literaten sich gekannt haben müssen.

Beide Romane haben gemein, dass sie Grenzen zwischen verschiedenen literarischen Genres aufbrechen – Momente des Detektivromans treffen auf den historischen Roman, der sogenannte metahistorische Roman entsteht.

Larger than Life – Entgrenzungen im Roman: John Irvings The World According to Garp und Laurence Sternes The Life and Opinions of Tristram Shandy, Gentleman:

Diese beiden Romane – Entstehungsdatum wieder mehr als 200 Jahre auseinander – verbindet weit mehr, als man zunächst vermuten würde: So beginnen beide Romane etwa mit ihrer Erzählung vor der Geburt ihrer titelgebenden Hauptfiguren – und beginnen bereits damit, die üblichen Grenzen neu zu definieren.

Das geschieht natürlich nicht zufällig, sondern Garp bezieht sich hiermit bewusst auf Tristram Shandy, und damit auf einen Roman, der alle Grenzen der zu seiner Zeit geläufigen Erzähltechniken überschreitet und somit etwas völlig Neues schafft: einen postmodernen Roman des 18. Jhs. Chronologie wird hier außer Kraft gesetzt, und die Erzählebenen fließen somit bewusst ineinander.

Auszüge aus allen Texten werden, im Original und in deutscher Übersetzung, als Diskussionsgrundlage jeweils auf AGORA bereitgestellt.

Weitere Infos vom Anbieter

Zielgruppe
Senioren/-innen (Teilnehmende)
Unterrichtsart
Vortrag
E-Learning
Web-Seminar
Sonstiges Merkmal
Kontaktstudium (ohne Studienabschluss an allen Fakultäten) i

Termine

Für dieses Angebot ist momentan eine Zeit bzw. Ort bekannt:

ZeitenDauerPreisOrtBemerkungen
14.04.21 - 30.06.21
Mi.
12:00 - 14:00 Uhr
11 Wochen 130
pro Semester / es können mehrere Veranstaltungen belegt werden.
Online
×

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Stand: 12.01.2020